Anleitung zur Gestaltung positiver Beziehungen


Menschen, mit denen ich im Unfrieden bin, werden mir in der Regel nicht helfen, erfolgreich zu sein. Unterstützung für meine Pläne erlange ich von den Mitmenschen, mit denen ich in Harmonie bin und mit denen mich gemeinsame Interessen verbinden. Ich bemühe mich also, das mich mit meinem Nächsten Verbindende zu verstärken.

Unsere sozialen Beziehungen zu Mitmenschen werden von dem geistigen Gesetz "Senden = Empfangen" bestimmt. Das bedeutet, was ich an Gefühlen, Empfindungen, Gedanken aussende und wie ich rede und handle, das bestimmt meine Beziehung zu meinen Mitmenschen. Gefühle sind vage, undeutlich. Empfindungen sind dagegen deutlich spürbar und klarer in der Bedeutung. Gefühle, Empfindungen, Gedanken sind Kräfte, sind Energien!

Wenn ich meinen Chef (gemeint ist damit auch die Chefin) ablehne, und sei es nur empfindungsmäßig und/oder gedanklich, dann sende ich das auch und der Chef empfängt, was ich sende. Der Chef empfängt dieses Senden als Empfindung, die in sein Oberbewußtsein aufsteigt, als Ahnung oder sogar als Überzeugung. Wenn ich also meinen Chef ablehne, habe ich kaum Chancen, meist gar keine Chancen, daß er mich unterstützt, mich fördert, um mich erfolgreicher zu machen.

Gleiches funktioniert auch umgekehrt im Verhältnis des Chefs zu seinen Mitarbeitern (= auch Mitarbeiterin/nen). Denkt der Chef negativ und abwertend von einem Mitarbeiter, dann wird in den meisten Fällen der Mitarbeiter keine große Leistung bringen und er hat kein Interesse, sich für den Chef zu engagieren.
Wenn ich negativ rede über meinen Chef oder über einen Mitarbeiter, dann wirkt das als Sende-Impuls noch stärker als rein negatives Denken. Negatives Handeln hat die stärkste Wirkung.

Um meine Beziehungen zu einem Mitmenschen positiv zu gestalten, muß ich positiv von ihm empfinden, denken und reden, ihn im Äußeren und Inneren achten und ihm gegenüber positiv handeln. Die äußere Achtung bedeutet Einhaltung der Regeln der Höflichkeit. Die innere Achtung bedeutet, daß ich einen Mitmenschen als "gleichwertig" zu mir ansehe. Gleichwertig bedeutet nicht immer auch "gleichberechtigt" in Bezug auf Funktionen in einem Unternehmen. Ein Chef hat nun mal mehr Vollmachten als sein Mitarbeiter.

Gleichwertig ist so zu verstehen, daß wir alle "Kinder Gottes" sind, daß vor Gott alle Menschen gleich sind, so wie es sogar unser Grundgesetz definiert. Gleichwertig heißt auch, daß ich mich nicht über den anderen stelle und auch nicht unter den anderen. Ich werte mich nicht auf und nicht ab. Ich werte den anderen im Vergleich zu mir nicht auf und auch nicht ab.

Habe ich Probleme mit einem Mitmenschen, so setze ich mich in eine ruhige Ecke und schreibe mir auf, welche positiven Aspekte (Eigenschaften) ich in und an dem Mitmenschen finde. Es gibt nicht nur Negatives. In allem Negativen ist auch das Positive. Das ist ein geistiges Gesetz. Ich ändere auch meine negativen Gedanken zum Positiven, z.B. kein Neid, keine Mißgunst, keine Schuldvorwürfe gegen diesen Mitmenschen, keine Abwertung usw.
Neid, Mißgunst sind starke Kräfte, die uns vom Mitmenschen trennen.

Es wäre falsch, die erkennbaren negativen Eigenschaften dieses Mitmenschen zu verdrängen, sie nicht wahrhaben zu wollen. Das funktioniert nicht. Das Unterbewußtsein läßt sich nicht betrügen! In diesem Fall ist es wichtig, aufrichtiges Verständnis für diese negativen Eigenschaften des anderen zu entwickeln. Beispiel: Der andere ist ja vielleicht selbst nicht glücklich über seine negativen Eigenschaften und Verhaltensweisen und hat vielleicht Angst, schwach zu erscheinen oder zu sein, wenn er diese negativen Eigenschaften aufgeben würde. Sie sind für ihn vielleicht ein Schutzmechanismus, den er glaubt, nicht aufgeben zu können.

Es gibt oft verschiedene Gründe, warum jemand negative Eigenschaften hat und deshalb auch negative Verhaltensweisen. Wenn ich mich bemühe, wenn ich wirklich will, kann ich immer ein aufrichtigesVerständnis für negative Eigenschaften eines Mitmenschen entwickeln und kann auch positive Eigenschaften bei ihm finden. Im allerschlimmsten Falle kann ich mir noch bewußt machen, daß auch dieser Mitmensch mit ggfs. "schrecklich negativen Eigenschaften" ein Kind Gottes ist und daß Gott ihn ungeachtet seines Verhaltens genauso liebt, wie er mich liebt.


Positive Beziehungen I
Positive Beziehungen II