Sinnerfüllt leben

Was ist Sinn?

Für viele Menschen sind "Zweck" und "Sinn" mehr oder weniger identisch, ähnlich wie in der Philosophie des Altertums.

Wollen wir es etwas genauer nehmen, sollten wir den Zweck vom Sinn unterscheiden. Beim Zweck handelt es sich meist um ein Ziel, das mit bestimmten Mitteln angestrebt wird. Es geht mehr um die Sache an sich, meist um das Materielle, das mit der Materie verbundene. Beim Sinn geht es um Höheres, um Geistiges.

Beispiel:
Eine Ehe ist einerseits ein Zweckbündnis, eine Zweckgemeinschaft, mit der unter anderem das Ziel der gemeinsamen Existenzsicherung verfolgt wird. Zugleich kann und sollte die Ehe aber auch eine Sinngemeinschaft sein, in der jeder Ehepartner durch die Liebe zum anderen und das Geliebtwerden vom anderen in seinem Leben einen besonderen Sinn erlebt.

Im praktischen Leben hat jedoch fast jeder Mensch seine eigene Vorstellung vom Sinn, von dem, was ihm in seinem Leben einen besonderen Sinn gibt. Das ist zu akzeptieren.

Wen es nicht weiter interessiert, was in der Neuzeit von der Psychologie unter "Sinn" verstanden wird, sollte jetzt auf die nachfolgende Theorie verzichten und sich dem SINNERFÜLLT LEBEN und dann dem GLÜCKLICH SEIN zuwenden.


Sinn zielt auf etwas Geistiges, die Erfüllung eines Urbedürfnisses des Menschen.


Sinnerfüllt zu leben, ist nur möglich durch die Verwirklichung von Sinn.

Sinn-Verwirklichung ist
nach Prof. Dr. Viktor E. Frankl, dem Begründer der Logotherapie, einer sinnzentrierten Psychologie,

die Verwirklichung von Werten.

Hierzu nachstehend etwas Theorie.


Welche Werte sind zu verwirklichen?

Frankl nennt folgende Kategorien:

Zum Ertragen von Leid sagt Frankl: "Das Schicksal, das ein Mensch erleidet, hat also erstens den Sinn, gestaltet zu werden - wo möglich -, und zweitens, getragen zu werden - wenn nötig." (Frankl: Ärztliche Seelsorge, Fischer Verlag 1987, S. 151)


Im Ertragen von Leid liegt eine Leistung, die darin liegt, wie ein Mensch sich in das wirklich Unabänderliche fügt und es duldet. Dieses unvermeidliche Leiden ist letztlich ein sinnvolles Leiden. So wird auch im schrecklichen Leiden noch ein Sinn verwirklicht. Sinn gibt dem Leidenden auch seine Dankbarkeit für die Pflege und Zuwendung, die der Leidende von anderen Menschen erhält.

Den höchsten Sinn erhält der Leidende, wenn er sich vertrauensvoll Gott zuwenden kann und auf die Gerechtigkeit Gottes vertraut.


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