Glücklich Sein

Eine Seite für die sehr ernsthaft nach Sinn und Glück Strebenden


Wer glücklich sein will, sollte nicht nach Anerkennung und Geltung streben, nicht danach streben, in den Augen anderer Menschen etwas sein zu wollen. Alles das macht unfrei, macht abhängig von der Meinung anderer Menschen.

Vergleichen Sie sich niemals mit anderen Menschen!

Es wird immer Menschen geben, die mehr Geld oder mehr Zeit oder mehr von etwas anderem haben, was Sie gern hätten. Seien Sie zunächst einmal voll zufrieden mit dem, was Sie sind und was Sie haben. Sie können sich ja dann immer noch kleine Ziele setzen, um aus dem, was Sie sind und was Sie haben, etwas mehr zu machen, wenn Sie das wollen. Setzen Sie sich nur Ziele, die Sie auch mit vorhandenen Mitteln (körperlichen Kräften, Verstandeskräften und sonstigen materiellen Mitteln) in angemessener Zeit erreichen können. Zu hohe und dann ggfs. nicht erreichbare Ziele machen unzufrieden und können Depressionen hervorrufen und andere Krankheiten verursachen.

Glücklich zu sein, hat nichts mit dem Besitz von Geld und Gut zu tun. Oft sind die Menschen, die wenig haben und in bescheidensten Verhältnissen leben, glücklicher als die sog. "Reichen". Das beste Rezept zum Glücklich sein ist daher Bescheidenheit, Bedürfnislosigkeit und das Gefühl, in der Liebe Gottes geborgen zu sein.

Glücklich macht auch die Umsetzung ethischer Prinzipien:

Was du nicht willst, daß man dir tu', das füg auch keinem anderen zu!

Die Goldene Regel (Matthäus 7,12): "Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!" Tut es ihnen zuerst. Gib, damit du auch empfangen kannst. Gib soviel du kannst.

Wie setzt man die vielen Ratschläge in die Tat um? Mit Disziplin daran arbeiten! Sich einige wenige Ziele als Verhaltensänderungen, vielleicht sogar nur eine einzige Verhaltensänderung, vornehmen und täglich die Umsetzung kontrollieren. Natürlich gibt es auch Situationen, wo man dann doch ganz anders handelt, als man es sich vorgenommen hatte. Rückfälle in alte unerwünschte Verhaltensweisen. Da ist vielleicht ein Mitmensch, der es schafft, einen so zu reizen, sei es durch Reden oder Schreiben oder schlichtweg durch Nichtbeachtung von ihm unterbreiteten Wünschen oder gerechtfertigten Beschwerden. Dann muß ich mich aber fragen: "Warum lasse ich es zu, daß der andere mich aufregt und ich mich dadurch in alte unerwünschte Verhaltensweisen fallen lasse"?

Lieber Leser, liebe Leserin, trösten Sie sich, wenn es Ihnen mal nicht gelungen ist, gute Vorsätze zu leben. Mir passiert das auch noch zu oft, auch wenn ich insgesamt schon Fortschritte gemacht habe. Entscheidend ist, daß Sie auf dem Wege zum Glücklich sein Fortschritte machen.

Liebe Deinen Nächsten!

Glücklich kann ich nur sein, wenn ich im Frieden mit meinem Nächsten lebe. Nun wird es immer wieder mal passieren, daß man in Disharmonie mit einem Mitmenschen gerät. Unsere christliche Religion hat hierfür eine hervorragende Lösung: Die "Vergebung".

Bitten Sie den Mitmenschen um Vergebung (persönlich, telefonisch oder per Brief oder in Gedanken), dem gegenüber Sie sich nicht so verhalten haben, wie es nach der christlichen Lehre richtig gewesen wäre. Wichtig ist dabei, daß Sie Ihr falsches Verhalten ehrlich bereuen. Falls die Bitte um Vergebung nur ein Lippenbekenntnis ohne ehrliche Reue ist, wirkt die Vergebungsbitte nicht. Des weiteren ist wichtig, daß Sie auch diesem Mitmenschen vergeben (in der Regel nur in Gedanken), daß gegebenenfalls dieser Mitmensch aufgrund Ihres Fehlverhaltens negativ über Sie gedacht oder geredet hat. Sollten auf beiden Seiten unschöne Worte gefallen sein, evtl. auch negative Handlungen erfolgt sein, sollten sich beide Teile gegenseitig entschuldigen und dem anderen vergeben. Soweit diese Vergebung mit Worten (mündlich, Brief) geschieht, sollte es mit Fingerspitzengefühl geschehen. Im Zweifel immer nur in Gedanken um Vergebung bitten und vergeben, um im anderen nicht wieder Bitterkeit (aufgrund seelischer Verletzung) oder erneuten Zorn aus Gekränktheit (erlittenem Nachteil) hervorzurufen. Sofern es noch möglich ist, sollten Sie das Unrecht, das Sie dem anderen zugefügt haben, wieder gutmachen, z.B. erlangten Vorteil wieder zurückgeben. Der Vergebungsprozeß ist ein äußerst wirksames Mittel, den inneren und äußeren Frieden wieder herzustellen.

Das Wort "Vergebung" steht auch für "Entschuldigung". Entschuldigung bedeutet, sich zu "ent-schulden", sich von einer "Schuld" zu befreien, die man auf sich geladen hat.

Siehe hierzu auch die Rubrik "Gestaltung positiver Beziehungen"

Ein Praxis-Beispiel für die Wirkung der Vergebung:

Vor Jahren kam ein Klient in meine damalige Beratungspraxis. Er war 63 Jahre alt und hatte einen Klumpfuß. Er wirkte offenbar sehr seriös und vertrauenswürdig auf seine Kunden. Mit dem Verkauf von steuerbegünstigten Bauherren-Modellen hatte er zweimal ein Vermögen verdient und durch Fehler seines Steuerberaters und Preisrückgang bei noch selbst gehaltenen Eigentumswohnungen wieder verloren. Zum damaligen Zeitpunkt hatte er noch über 600.000 DM Schulden. Diese Schulden wollte er in 2 Jahren (!!!) wieder zurückgezahlt haben, damit er in Rente gehen könne, ohne daß seine Rente gepfändet würde. Nun wollte er Versicherungen zur Absicherung von Konkursen verkaufen. Das ließ sich anfangs auch gut an, aber dann konnte er sich plötzlich nicht mehr konzentrieren und nichts gelang ihm. Wir machten eine Analyse seiner Vergangenheit. Er war mit Verwandten in heftigen Streit geraten. Auf meinen Rat hin machte er eine Liste aller "Leichen in seinem Keller". Sie alle hatte er mit ehrlicher Reue aus tiefstem Herzen über Christus (unseren Heiland, Führer und Helfer) etwa drei Mal um Vergebung zu bitten und ihnen auch zu vergeben. Das tat er auch. Nach etwa drei Monaten traf ich ihn erneut auf einem Seminar, das ich hielt. Er erzählte mir freudestrahlend, daß seine Geschäfte nun wieder sehr gut liefen und daß er sein Ziel erreichen würde, in zwei Jahren schuldenfrei zu sein!


Vertrauen Sie der Kraft Gottes und nutzen Sie diese für Ihr Leben.

Die Gotteskraft ist eine sehr starke Kraft, die uns jederzeit helfen kann, glücklich zu werden, glücklich zu sein. Wer einmal diese Gotteskraft erlebt hat, indem er sich Gott zugewandt hat und sich bemüht hat, den Willen Gottes zu erfüllen, weiß von da an, daß er niemals allein ist und daß Gott immer bereit ist, einem zu helfen.

Wer sich Gott im innigen Gebet zuwendet und um Heilung seiner Krankheit bittet, erfährt oft genug Heilung, er erfährt diese Heilung ,wenn sie gut für seine Seele ist. Gott hilft aber auch, wenn man andere Probleme hat. Ein britischer Pfarrer, der für andere Gemeinden mit Hilfe von Arbeitslosen Kirchen baute, berichtete in einem Vortrag, daß durch Gebete der Gemeinde alle Arbeitslosen Arbeit erhalten hatten und daß er nun seine Kirchenbauten nicht weiterführen konnte, weil er keine Arbeiter mehr hatte.

Wenden Sie sich mit allen Problemen, auch den geringsten, an Gott oder Christus, seinen Sohn und unseren Erlöser. Bitten Sie vorab um Vergebung für Ihre Sünden (Verstöße gegen die Gesetze Gottes, das sind die 10 Gebote und die Bergpredigt) und vergeben Sie. Und Sie werden Hilfe erhalten, so wie sie gut für Ihre Seele ist. Wir sind hier auf Erden, um unsere Seele von Sündhaftem zu reinigen. Der Körper ist nur das Fahrzeug der Seele.

Wenn Sie Gott um etwas bitten, sagen Sie: " Herr, ich möchte gerne, daß ...........(Beschreibung dessen, was Sie haben möchten oder was für Sie geschehen soll)! Aber Herr Dein Wille geschehe, so wie es gut für meine Seele ist."

Viele Menschen fragen, wie kann Gott dieses oder jenes in dieser Welt zulassen. Das ist eine falsche Vorstellung von Gott. Gott hat uns Menschenkindern den freien Willen gegeben, das zu tun, was wir wollen. Er hat uns also auch die Freiheit gegeben, gegen sämtliche göttliche Gebote, gegen den göttlichen Willen, zu verstoßen.. Das göttliche Gesetz heißt jedoch: "Was du säest, wirst du ernten". Senden = Empfangen.

Jeder, der gegen die 10 Gebote (und die Bergpredigt) verstößt, muß das ertragen (ernten), was er verursacht (gesät) hat. Das ist das Gesetz von Ursache und Wirkung, dem kein einziger Mensch entgehen kann. Es wirkt entweder schon in diesem Leben oder in einem anderen Leben oder nach dem Leibestod in den Reinigungsebenen (Purgatorium). Wir müssen dann genau das erleiden, was wir anderen als Leid zugefügt haben. Es sei denn, daß uns der andere das Leid, das wir ihm zugefügt haben, vergeben hat. Gott vergibt uns in der Regel auch erst dann, nachdem uns der andere vergeben hat. Deshalb ist die Vergebung so wichtig! Gott handelt nicht gegen den freien Willen seiner Menschenkinder, indem er mir vergibt, wenn der andere mir noch nicht vergeben hat.


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